Das Wetter meinte es gut mit uns, als unsere 25 Personen Gruppe an den Tegernsee fuhr, um etwas oberhalb von Gmund, in Holz, die Familie Bogner am Boarhof zu besuchen. Nähere Details zum Hof gibt’s unter www.brotzeit-leben.de
Den denkmalgeschützten Hof aus 1460 bewirtschaften die Bogners seit 16 Jahren in Pacht und realisieren dort den Gegenentwurf zur gängigen Landwirtschaftslehre. Nur 10 ha Land ohne Größenwachstum, keine Spezialisierung, sondern größtmögliche Vielfalt -> Permakultur eben.
175 verschiedene Sorten Nutzpflanzen, vom größten Teil werden auch Samen abgenommen und als Saatgut wiederverwendet. Vorziehen der Keimlinge im Gewächshaus. Eigene Schweine und Hühner zur Vorbereitung der Böden fürs Auspflanzen der Jungpflanzen. Keine Fräse, kein Pflug. Pflanzung in Mischkultur im „market gardening“ Konzept, durchsetzt mit Blühpflanzen für Nützlinge. Daneben wird Getreide (Roggen/Emmer) für die hofeigene Brotbäckerei angebaut.
Unser Besuch startete im Hofcafé mit einer vielseitigen Brotzeit hauseigener Spezialitäten.
Die geernteten Gemüse werden ab Hof verkauft (Abo-Kisten) oder veredelt und dann als Pinkantes und Süßes im Glas im Hofladen verkauft. https://www.brotzeit-leben.de/hofladen
Ergänzt durch Marmeldaden, Brote, Eier, Milchprodukte und Schinken-/Wurstwaren – alles aus eigener Herstellung.
Das geht nur, weil Hofladen und Café nur Donnerstag nachmittag, Freitag und Samstagvormittag geöffnet haben und der Rest der Woche für die landwirtschaftliche Arbeit bleibt.
Nach der schmackhaften Brotzeit zeigte und erklärte uns Markus Bogner seine Landwirtschaft. Die Führung war gespickt mit ganz vielen Anregungen, Tricks und wichtigen Zusammenhängen.
Danach waren wir etwas in Eile, um die Schifferlfahrt nicht zu verpassen.
Es ging über den See nach Bad Wiessee und dort nach einem Spaziergang entspannt wieder zurück nach Hause.
Ein großes Lob an den aufmerksamen Busfahrer.